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Kostenpolitik

29. Sept.
1 Min. Lesezeit

Die Kostenpolitik ist ein spezieller Teilbereich der Unternehmenspolitik, der auf Grundlage unternehmensinterner und -externer Kostenanalysen die ganzheitliche Beeinflussung und Kontrolle der Kostensphäre im Sinne eines Total Cost Managements anstrebt. Sie umfasst die miteinander verbundenen Phasen Kostenanalyse, Kostenbeeinflussung und Kostenkontrolle. Ziele sind insbesondere die Vermeidung, Deckung, Reduzierung und Flexibilisierung von Kosten sowie die Verlagerung von Kosten in besser steuerbare Bereiche der Wertschöpfungskette. Dabei werden sowohl unternehmensinterne Informationen (Out of Company-Costing) als auch externe, marktbezogene Informationen (Out of Market-Costing) berücksichtigt. (vgl. Becker/Lutz/Back 2011, S. 142)


Beispiel: Ein Unternehmen stellt fest, dass seine jährlichen Kosten durch eine große Produktvielfalt auf 5 Mio. € gestiegen sind. Durch eine Kostenanalyse werden die verursachenden Komplexitätskosten ermittelt. Anschließend reduziert das Unternehmen die Zahl der Produktvarianten und senkt dadurch die Kosten um 500.000 €. Die tatsächlichen Kosteneinsparungen werden anschließend durch die Kostenkontrolle überprüft.


Becker, W.; Lutz, S.; Back, C. (2011): Gabler Kompaktlexikon Modernes Rechnungswesen.

3. Auflage. Wiesbaden: Gabler

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