Konsumentensouveränität
Konsumentensouveränität bezeichnet das Prinzip, dass allein die individuellen Präferenzen und Nutzenbewertungen der Konsumentinnen maßgeblich sind. In freien Wettbewerbsmärkten bestimmen ihre Zahlungsbereitschaften Preise und Angebotsstrukturen, sodass sich die Konsumentinnen als Souveräne durchsetzen. Normativ bedeutet dies, dass niemand berechtigt ist, anderen vorzuschreiben, was für sie nützlich oder „gut“ ist; wohlfahrtsökonomisch gilt der Konsumentennutzen als entscheidendes Kriterium zur Beurteilung wirtschaftlicher Prozesse und Eingriffe. (vgl. Roth 2021, S. 3 ff.)
Beispiel: Kaufen viele Konsumenten lieber günstige Eigenmarken statt teurer Markenprodukte, reagieren Unternehmen darauf, indem sie mehr Eigenmarken anbieten oder die Preise für Markenprodukte senken. Damit entscheiden die Konsumentinnen durch ihr Kaufverhalten, welche Produkte sich am Markt durchsetzen.
Roth, S. J. (2021): VWL für Einsteiger. 6. Auflage. München: UVK Verlag




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