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Konstruktivistischer Unterricht

Konstruktivistischer Unterricht basiert auf der Idee, dass Lernen ein aktiver, selbstgesteuerter Prozess ist, bei dem die Lernenden ihr Wissen selbst aufbauen und erweitern. Der Unterricht fördert die Auseinandersetzung mit konkreten, realitätsnahen Situationen, wobei die Lernenden ihre eigenen Erfahrungen und Vorkenntnisse einbringen. Der Lehrer agiert eher als Berater und Unterstützer, der den Lernprozess anregt und eine geeignete Lernumgebung schafft. (vgl. Schelten 2010, S. 179 f.)


Beispiel: In einem konstruktivistischen Unterricht für angehende Steuerfachangestellte bearbeiten die Lernenden in Gruppen eine realistische Fallstudie, bei der sie eine komplexe Steuererklärung erstellen müssen. Dabei nutzen sie ihre Vorkenntnisse, recherchieren eigenständig relevante steuerliche Informationen und entwickeln gemeinsam Lösungen. Der Lehrer unterstützt den Lernprozess durch gezielte Fragestellungen und Beratung, ohne die Antworten vorzugeben.


Schelten, A. (2010): Einführung in die Berufspädagogik. 4. Auflage. Stuttgart: Franz Steiner Verlag

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