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Konstruktivistische Position

Die konstruktivistische Position (Konstruktivismus) geht davon aus, dass Realität nicht objektiv „gegeben“ ist, sondern von Menschen durch Wahrnehmung, Interpretation und Kommunikation aktiv konstruiert wird. In Organisationen entstehen Bedeutungen von Strukturen, Hierarchien oder Regeln daher nicht unabhängig vom Beobachter, sondern aus subjektiven Deutungen der Beteiligten. (vgl. Bea/Göbel 2019, S. 225 f.)


Beispiel: In einem Unternehmen gibt es offiziell flache Hierarchien, doch einige Mitarbeitende erleben die Führungskraft als sehr kontrollierend, während andere sie als unterstützend wahrnehmen – die „gleiche“ Organisationsstruktur wird also von den Beteiligten unterschiedlich interpretiert und damit unterschiedlich konstruiert.


Bea, F. X.; Göbel, E. (2019): Organisation. Theorie und Gestaltung. 5. Auflage. München: UVK Verlag

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