Kommunitarismus
Kommunitarismus ist eine in den USA der 1980er-Jahre entstandene politische und gesellschaftliche Denkrichtung, die die Bedeutung von Gemeinschaften für die Entwicklung des Einzelnen betont. Der Mensch entwickelt sich demnach nicht isoliert, sondern in Beziehung zu anderen Menschen. Der Kommunitarismus möchte Gemeinschaftssinn, Eigenverantwortung und freiwilliges gesellschaftliches Engagement stärken, ohne dies durch politischen Zwang durchzusetzen. (vgl. May/Wiepcke 2012, S. 350 f.)
Beispiel: In einer Stadt organisieren Bürger freiwillig eine Nachbarschaftshilfe. Sie helfen älteren Menschen beim Einkaufen, betreuen Kinder oder unterstützen Bedürftige. Der Staat schreibt dieses Engagement nicht vor, sondern die Menschen übernehmen freiwillig Verantwortung füreinander. Genau diese Stärkung von Gemeinschaft und Eigenverantwortung entspricht dem kommunitaristischen Gedanken.
May, H.; Wiepcke, C. (2012): Lexikon der ökonomischen Bildung. 8. Auflage. München: Oldenbourg Verlag




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