top of page
Affiliate.png

Kollegiale Fallberatung

26. Aug.
1 Min. Lesezeit

Die kollegiale Fallberatung ist eine strukturierte Unterrichtsmethode, bei der sich Schülerinnen und Schüler gegenseitig bei der Lösung eines persönlichen oder schulischen Problems beraten. Eine Person schildert einen konkreten Fall und formuliert eine Schlüsselfrage. Die anderen Teilnehmer stellen zunächst Verständnisfragen und machen anschließend Lösungsvorschläge, ohne diese direkt zu diskutieren. Danach bewertet die fallvorstellende Person die Vorschläge und entscheidet sich für eine hilfreiche Möglichkeit. Ziel ist es, die Problemlösungskompetenz und das aktive Zuhören zu trainieren. (vgl. Thömmes 2026, S. 205)


Beispiel: Ein Schüler berichtet seiner Gruppe, dass er bei Gruppenarbeiten häufig Schwierigkeiten hat, weil er das Gefühl hat, dass die anderen seine Ideen nicht ernst nehmen. Er formuliert als Schlüsselfrage: „Wie kann ich erreichen, dass meine Vorschläge in der Gruppe stärker berücksichtigt werden?“ Die anderen Schülerinnen und Schüler stellen zunächst kurze Verständnisfragen. Anschließend nennen sie verschiedene Lösungsmöglichkeiten, zum Beispiel seine Ideen selbstbewusster vorzustellen, die Gruppe nach ihrer Meinung zu fragen oder gemeinsam Aufgaben und Entscheidungsregeln festzulegen. Der Schüler bewertet die Vorschläge und entscheidet sich dafür, bei der nächsten Gruppenarbeit zunächst seine Idee klar zu erklären und anschließend die anderen gezielt nach ihrer Meinung zu fragen. Zum Abschluss reflektiert die Gruppe kurz, wie die Beratung abgelaufen ist.


Thömmes, A. (2026): Die 200 besten Unterrichtsmethoden für die Sekundarstufe. Bewährte und neue Ideen für jede Gelegenheit. Mülheim an der Ruhr: Verlag an der Ruhr

Kommentare


bottom of page