Keynessche Theorie
Die Keynessche Theorie geht davon aus, dass Einkommen und Beschäftigung von der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage nach Gütern abhängen. Unternehmen produzieren langfristig nur so viele Güter, wie nachgefragt werden. Die Höhe der Produktion bestimmt wiederum den Bedarf an Arbeitskräften und damit die Beschäftigung. Reicht die private Nachfrage in einer Wirtschaftskrise nicht aus, soll der Staat durch zusätzliche Nachfrage diese Nachfragelücke schließen. (vgl. May/Wiepcke 2012, S. 345)
Beispiel: In einer Wirtschaft kaufen die privaten Haushalte und Unternehmen weniger Waren. Dadurch sinkt die Nachfrage, Unternehmen produzieren weniger und benötigen weniger Arbeitskräfte. Es kommt zu steigender Arbeitslosigkeit. Nach Keynes kann der Staat beispielsweise 1 Mrd. € in den Bau von Straßen und Schulen investieren. Dadurch entsteht zusätzliche Nachfrage, Unternehmen erhalten mehr Aufträge, erhöhen ihre Produktion und stellen möglicherweise wieder mehr Arbeitnehmer ein.
May, H.; Wiepcke, C. (2012): Lexikon der ökonomischen Bildung. 8. Auflage. München: Oldenbourg Verlag




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