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Kapitalisierungszinssatz

Der Kapitalisierungszinssatz ist der Zinssatz, mit dem zukünftige Zahlungsströme eines Unternehmens auf den Bewertungsstichtag abgezinst werden. Er spiegelt die Rendite wider, die ein Investor alternativ am Kapitalmarkt erzielen könnte, und dient als Mindestverzinsung, damit sich die zukünftige Erfolgssituation des Eigentümers nicht verschlechtert. Anpassungen des Zinssatzes erfolgen, um Risiken, Geldwertveränderungen, Kapitaleinsatz oder Liquidität zu berücksichtigen. (vgl. Hölscher/Helms 2018, S. 200 ff.)


Beispiel: Ein Investor möchte ein Unternehmen kaufen, das jährlich voraussichtlich 100.000 € an Ausschüttungen an die Eigentümer zahlt. Der risikolose Zinssatz beträgt 3 %, aufgrund von Geschäftsrisiken wird ein Risikozuschlag von 4 % angesetzt. Daraus ergibt sich ein Kapitalisierungszinssatz von 7 %. Mit diesem Zinssatz werden die zukünftigen Ausschüttungen auf den heutigen Wert abgezinst, um den Unternehmenswert zu bestimmen.


Hölscher, R.; Helms, N. (2018): Investition und Finanzierung. 2. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

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