Kapitalbindungsproportionale Periodisierung
- Andreas Armster

- 4. Jan.
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Die kapitalbindungsproportionale Periodisierung ist ein Verteilungsprinzip und verteilt den Kapitalwert einer Investition auf die einzelnen Perioden entsprechend dem in diesen Perioden gebundenen Kapital. Dabei wird der Anteil jeder Periode am Gesamtbarwert des gebundenen Kapitals als Gewicht für die Aufteilung des Kapitalwerts verwendet. So zeigt jede Periode, welchen Teil des Kapitalwerts sie wirtschaftlich verursacht. (vgl. Hölscher/Helms 2018, S. 125 f.)
Beispiel: Eine Investition mit einem Kapitalwert von 100.000 EUR über drei Jahre, bei der im ersten Jahr 50.000 EUR, im zweiten Jahr 30.000 EUR und im dritten Jahr 20.000 EUR gebunden sind. Die Barwerte des gebundenen Kapitals ergeben sich nach Abzinsung mit den jeweiligen Zinssätzen, sodass sich insgesamt 90.000 EUR Kapitalbindung ergeben. Der Anteil der Perioden am Gesamtbarwert beträgt damit 55,6 % für Jahr 1, 33,3 % für Jahr 2 und 22,2 % für Jahr 3. Entsprechend wird der Kapitalwert auf die Perioden verteilt: Jahr 1 erhält 55.600 EUR, Jahr 2 33.300 EUR und Jahr 3 22.200 EUR. Auf diese Weise wird sichtbar, in welchen Jahren der größte wirtschaftliche Beitrag des Kapitals liegt.
Hölscher, R.; Helms, N. (2018): Investition und Finanzierung. 2. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg



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