Kalkulatorische Ausgleich
Der kalkulatorische Ausgleich (auch preispolitischer Ausgleich, Mischkalkulation, Kompensationskalkulation oder Ausgleichskalkulation) ist ein Verfahren der Handelskalkulation, bei dem einzelne, stark umkämpfte Artikel so kalkuliert werden, dass ihre Stückerlöse gegebenenfalls unter den Stückkosten liegen. Der dadurch entstehende Verlust wird durch höhere Zuschläge bei anderen, weniger stark umkämpften Artikeln ausgeglichen. Ziel ist die Maximierung des Gesamterfolgs des Sortiments. (vgl. Becker/Lutz/Back 2011, S. 125)
Beispiel: Ein Händler verkauft Produkt A mit Stückkosten von 100 € aufgrund des starken Wettbewerbs für nur 95 € und macht damit 5 € Verlust je Stück. Bei Produkt B mit Stückkosten von 80 € kann er dagegen einen Verkaufspreis von 100 € erzielen und damit 20 € Gewinn. Der Gewinn aus Produkt B gleicht den Verlust aus Produkt A aus.
Becker, W.; Lutz, S.; Back, C. (2011): Gabler Kompaktlexikon Modernes Rechnungswesen.
3. Auflage. Wiesbaden: Gabler




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