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Josef Derbolav

24. Aug.
1 Min. Lesezeit

Josef Derbolav (1912–1987) beschäftigte sich mit einer bildungstheoretischen Grundlage der Didaktik. Sein Ziel war eine „Gesamtpädagogik“, in der verschiedene pädagogische Bereiche wie Didaktik, pädagogische Anthropologie, Ethik und Bildungspolitik systematisch zusammengeführt werden. Dabei deutete er diese Bereiche als praxeologisch strukturverwandte Disziplinen. (vgl. Böhm/Seichter 2018, S. 113)


Beispiel: Wenn eine Schule ein neues Unterrichtskonzept entwickelt, würde man nach Derbolav nicht nur überlegen, welche Inhalte vermittelt werden und wie der Unterricht gestaltet wird. Man würde auch fragen, welche Vorstellungen vom Menschen und seiner Entwicklung dahinterstehen, welche Werte und Erziehungsziele verfolgt werden und unter welchen gesellschaftlichen und politischen Bedingungen die Schule arbeitet. Erst wenn diese Aspekte gemeinsam betrachtet werden, kann das Unterrichtskonzept sinnvoll begründet und in die Praxis umgesetzt werden.


Böhm, W.; Seichter, S. (2018): Wörterbuch der Pädagogik. 17. Auflage. Paderborn: Ferdinand Schöningh

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