John Maynard Keynes
John Maynard Keynes (1883–1946) war ein britischer Ökonom und Begründer des Keynesianismus. Besonders bekannt wurde er durch sein 1936 erschienenes Werk „The General Theory of Employment, Interest and Money“. Keynes vertrat die Auffassung, dass eine zu geringe Gesamtnachfrage zu hoher Arbeitslosigkeit führen kann. Deshalb sollte der Staat in wirtschaftlichen Krisen durch eine expansive Geldpolitik und Ausgabenpolitik die Nachfrage ankurbeln. (vgl. May/Wiepcke 2012, S. 344 f.)
Beispiel: In einer Wirtschaft kaufen die Menschen weniger Waren. Unternehmen verkaufen deshalb weniger, reduzieren ihre Produktion und bauen Arbeitsplätze ab. Nach Keynes sollte der Staat in dieser Situation beispielsweise mehr Geld für öffentliche Bauprojekte ausgeben. Dadurch entstehen Aufträge für Unternehmen, die Produktion steigt wieder und Unternehmen können zusätzliche Arbeitskräfte einstellen.
May, H.; Wiepcke, C. (2012): Lexikon der ökonomischen Bildung. 8. Auflage. München: Oldenbourg Verlag




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