James M. Buchanan
James M. Buchanan (1919–2013) war ein US-amerikanischer Ökonom und 1986 Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften. Er gilt als Begründer der Public-Choice-Theorie, die politische Entscheidungen und staatliches Handeln mit wirtschaftswissenschaftlichen Methoden untersucht. Dabei betrachtet sie auch Politiker und staatliche Institutionen als Akteure, die eigene Interessen verfolgen können. (vgl. May/Wiepcke 2012, S. 158 f.)
Beispiel: Eine Regierung beschließt eine Subvention für eine bestimmte Branche, obwohl diese nicht unbedingt dem Gemeinwohl dient. Nach Buchanan kann eine solche Entscheidung dadurch entstehen, dass Politiker die Interessen einer einflussreichen Gruppe berücksichtigen, beispielsweise um deren Unterstützung zu gewinnen. Die Public-Choice-Theorie untersucht also, welche Eigeninteressen hinter politischen Entscheidungen stehen.
May, H.; Wiepcke, C. (2012): Lexikon der ökonomischen Bildung. 8. Auflage. München: Oldenbourg Verlag




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