Investitionsneutralität
- Andreas Armster

- vor 1 Tag
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Investitionsneutralität bedeutet, dass Steuern Investitionsentscheidungen nicht verzerren. Sie sollen weder die Wahl zwischen verschiedenen Investitionsprojekten noch deren Rangfolge oder Rentabilität beeinflussen. Eine Steuer ist investitionsneutral, wenn sie Kapitalwerte und Grenzinvestitionen unverändert lässt und somit Investitionen genauso getroffen würden wie ohne Besteuerung. (vgl. Nowotny/Zagler 2022, S. 299 f.)
Beispiel: Ein Unternehmen kann entweder in Maschine A oder Maschine B investieren, beide bringen ohne Steuer die gleiche Rendite. Ist die Besteuerung investitionsneutral, bleiben beide Projekte auch nach Steuer gleich attraktiv; das Unternehmen entscheidet sich wie ohne Steuer allein nach wirtschaftlichen Kriterien (z. B. Risiko), nicht wegen steuerlicher Vorteile.
Nowotny, E.; Zagler, M. (2022): Der öffentliche Sektor. Einführung in die Finanzwissenschaft. 6. Auflage. Wiesbaden: Springer Fachmedien



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