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Inventur

Die Inventur als Bestandsaufnahme beschreibt den Prozess der mengenmäßigen und wertmäßigen Erfassung aller Vermögensgegenstände und Schulden. Die Inventur kann dabei auf verschiedene Arten durchgeführt werden, je nach den Bedürfnissen und Anforderungen eines Unternehmens.


Hier sind die drei Hauptformen:


Stichtagsinventur: Bei dieser Methode werden die Bestände an einem bestimmten Stichtag erfasst. Die wichtigsten Stichtage sind der Beginn des Handelsgewerbes und das Ende eines Geschäftsjahres. An diesen Tagen werden alle Vermögensgegenstände und Schulden quantitativ und wertmäßig erfasst.


Permanente Inventur: Diese Methode basiert auf fortlaufend geführten Karteien, aus denen regelmäßig Bestände entnommen werden. Mindestens einmal im Jahr werden die physischen Bestände durch eine körperliche Aufnahme überprüft, um die Genauigkeit der Daten zu gewährleisten.


Zeitlich verlegte Inventur: Hier erfolgt die jährliche Bestandsaufnahme ganz oder teilweise innerhalb der letzten drei Monate vor oder innerhalb der ersten zwei Monate nach dem Bilanzstichtag. Die Bestände werden zum Bilanzstichtag entweder fortgeschrieben oder zurückgerechnet, um einen genauen Überblick über die finanzielle Lage des Unternehmens zum Bilanzstichtag zu erhalten. (vgl. Grundmann/Rathner 2022, S. 3)


Beispiel: Am 31. Dezember des Geschäftsjahres zählt ein Einzelhandelsgeschäft seine Lagerbestände, gleicht die Daten mit der Buchhaltung ab und deckt potenzielle Verluste auf.


Grundmann, W.; Rathner, R. (2022): Rechnungswesen. Prüfungswissen in Übersichten. Wiesbaden: Springer Gabler

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