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Interpretative Ansatz

Der interpretative Ansatz betrachtet Organisationen als soziale Konstrukte, deren Wirklichkeit nicht objektiv vorgegeben ist, sondern von den Mitgliedern kontinuierlich durch Interpretation, Kommunikation und Interaktion hergestellt wird. Organisationen werden wie „Minigesellschaften“ mit eigener Kultur verstanden, in denen gemeinsame Bedeutungen, Routinen und Regeln entstehen, die das Verhalten der Mitglieder leiten. Der Fokus liegt auf den Prozessen der Sinnstiftung, Konsensbildung und Bedeutungsverhandlung, weniger auf formalen Strukturen. (vgl. Bea/Göbel 2019, S. 173 ff.)


Beispiel: In einem Unternehmen entwickelt sich die Regel, dass wichtige Entscheidungen nur nach Abstimmung im Team getroffen werden. Neue Mitarbeiter lernen diese Praxis durch Beobachtung und Interaktion und übernehmen sie, wodurch die Organisationswirklichkeit – hier die Entscheidungsstruktur – durch gemeinsame Interpretation und soziale Praxis entsteht.


Bea, F. X.; Göbel, E. (2019): Organisation. Theorie und Gestaltung. 5. Auflage. München: UVK Verlag

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