Instrumentalismus
- Andreas Armster

- 25. Apr.
- 1 Min. Lesezeit
Der Instrumentalismus ist eine erkenntnistheoretische Position, nach der Aussagen oder Theorien nicht danach beurteilt werden, ob sie „wahr“ oder „falsch“ sind, sondern danach, ob sie nützlich, brauchbar oder funktional („viabel“) sind, also ob sie helfen, Ziele zu erreichen oder Probleme zu lösen. (vgl. Reef 2018, S. 49 ff.)
Beispiel: Das Modell des „Homo oeconomicus“ geht davon aus, dass Menschen immer rational und nutzenmaximierend handeln. In der Realität stimmt das oft nicht vollständig. Trotzdem nutzen Unternehmen dieses Modell, um Preise festzulegen oder Märkte zu analysieren, weil es in vielen Fällen hilfreiche Prognosen ermöglicht. Entscheidend ist also nicht, ob das Menschenbild exakt „wahr“ ist, sondern ob es praktisch funktioniert und wirtschaftliche Entscheidungen verbessert.
Reef, B. (2018): Konstruktivismus in der Didaktik der politischen Bildung. Eine Kritik. Opladen/Berlin/Toronto: Barbara Budrich



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