Institutionalisierung des Normallebenslaufs
- Andreas Armster

- 1. Sept.
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Unter der Institutionalisierung des Normallebenslaufs versteht Kohli (1985) die historische Entwicklung, in der der Lebenslauf zu einer gesellschaftlichen Institution wird. Er folgt dabei einem chronologisch standardisierten Muster aus Bildungsphase, Erwerbsphase und Ruhestandsphase, das als selbstverständlicher Orientierungsrahmen gilt und die Biografien von Individuen in modernen Gesellschaften strukturiert. (vgl. Corsten 2020, S. 65 ff.)
Beispiel: Ein junger Mensch besucht zunächst die Schule, macht anschließend eine Berufsausbildung, arbeitet viele Jahre im erlernten Beruf und geht schließlich in den Ruhestand. Dieses erwartete Muster zeigt den Normallebenslauf als gesellschaftlich institutionalisierte Orientierung.
Corsten, M. (2020): Lebenslauf und Sozialisation. Wiesbaden: Springer VS


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