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Institutionalisierung

Institutionalisierung bezeichnet im Neoinstitutionalismus den Prozess, durch den bestimmte soziale Praktiken, Strukturen oder Regeln als selbstverständlich, „objektiv gegeben“ und nicht mehr hinterfragbar wahrgenommen werden. Als Zustand bedeutet Institutionalisierung, dass gesellschaftlich definierte Normen bestimmen, was als bedeutungsvoll gilt und welche Handlungen als angemessen erscheinen. (vgl. Oechsler/Paul 2024, S. 85 f.)


Beispiel: Ein Unternehmen führt standardisierte Assessment Center zur Personalauswahl durch – nicht weil sie nachweislich am effizientesten sind, sondern weil sie als „professionell“ und „zeitgemäß“ gelten. Diese Praxis wird von der Umwelt erwartet und daher nicht mehr hinterfragt.


Oechsler, W. A.; Paul, C. (2024): Personal und Arbeit. Einführung in das Personalmanagement. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

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