Insider-Outsider-Theorie
- Andreas Armster

- 25. Juli
- 1 Min. Lesezeit
Die Insider-Outsider-Theorie erklärt, warum Löhne über dem Marktgleichgewicht liegen können: Beschäftigte (Insider) haben durch gesetzliche Regelungen, Tarifverträge oder firmenspezifisches Wissen eine stärkere Verhandlungsposition und können höhere Löhne durchsetzen, während Arbeitsuchende (Outsider) kaum Einfluss auf die Lohnhöhe haben. (vgl. Oechsler/Paul 2024, S. 417 f.)
Beispiel: Ein langjähriger Mitarbeiter (Insider) in einem Unternehmen erhält trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten eine Gehaltserhöhung, da er durch Tarifverträge und Kündigungsschutz gut abgesichert ist. Gleichzeitig bleibt ein Bewerber (Outsider) mit vergleichbarer Qualifikation arbeitslos, weil das Unternehmen ihn nicht günstiger einstellen kann, ohne hohe Kosten für die Trennung vom Insider zu riskieren.
Oechsler, W. A.; Paul, C. (2024): Personal und Arbeit. Einführung in das Personalmanagement. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg


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