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Innovations-Marktversagen

Innovations-Marktversagen tritt auf, wenn der Markt nicht in der Lage ist, Investitionen in Forschung und Entwicklung ausreichend zu finanzieren, obwohl diese Investitionen hohe soziale Erträge versprechen. Dies kann durch adverse Selektion verursacht werden, bei der Kapitalmärkte Kredite zur Finanzierung von Bildungs-Investitionen und FuE-Investitionen zurückhalten, da die Erfolgswahrscheinlichkeit schwer einzuschätzen ist und hohe Risikoaufschläge verlangt werden. Dadurch sinken die risikoangepassten Nettoerträge, und notwendige Investitionen werden unterlassen. Staatliche Interventionen, wie z.B. gesicherte Kredite, können helfen, dieses Marktversagen zu beheben. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 99)


Beispiel: Ein innovatives Start-up entwickelt eine vielversprechende Technologie zur erneuerbaren Energiegewinnung. Aufgrund der hohen Unsicherheit über den Erfolg und die langen Entwicklungszeiten erhalten sie jedoch keine Finanzierung von privaten Kapitalgebern. Obwohl die Technologie potenziell hohe soziale Erträge hätte, bleibt das Projekt mangels Finanzierung unentwickelt. Staatliche Fördermittel oder garantierte Kredite könnten hier helfen, das Innovations-Marktversagen zu überwinden und die Entwicklung der Technologie voranzutreiben.


Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston:

De Gruyter Oldenbourg

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