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Innenfinanzierungseffekte

Innenfinanzierungseffekte entstehen, wenn ein Unternehmen finanzielle Mittel aus eigener Geschäftstätigkeit generiert, ohne externe Kapitalquellen wie Banken oder Investoren zu nutzen. Sie treten entweder im betrieblichen Umsatzprozess (z. B. aus einbehaltenen Gewinnen – Selbstfinanzierung, aus Rückstellungen oder Abschreibungen) oder außerhalb des Umsatzprozesses (z. B. durch den Verkauf von Vermögensgegenständen) auf. Innenfinanzierung steigert die Finanzkraft des Unternehmens aus eigenen Mitteln und ist besonders für kleine und mittelständische Unternehmen wichtig, die nur begrenzten Zugang zu externen Kapitalquellen haben. (vgl. Hölscher/Helms 2018, S. 347 ff.)


Beispiel: Ein mittelständisches Unternehmen erzielt im laufenden Geschäftsjahr einen Gewinn von 100.000 €. Davon werden 60.000 € nicht ausgeschüttet, sondern im Unternehmen belassen und dienen so als Selbstfinanzierung. Gleichzeitig werden 20.000 € für Rückstellungen gebildet, wodurch zukünftige Zahlungen gedeckt, aber aktuell liquide Mittel verfügbar bleiben (Finanzierung aus Rückstellungsgegenwerten). Zusätzlich mindern jährliche Abschreibungen von 10.000 € den buchhalterischen Gewinn, ohne dass sofort Zahlungen erfolgen, sodass diese Mittel bis zur späteren Ersatzbeschaffung der Anlagen für andere Investitionen genutzt werden können (Finanzierung aus Abschreibungen).


Hölscher, R.; Helms, N. (2018): Investition und Finanzierung. 2. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

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