Initial-Public-Offering-Ansatz
Der Initial-Public-Offering-Ansatz ist ein Vergleichsverfahren zur Unternehmensbewertung, das vor allem für Unternehmen vor einer Börsennotierung eingesetzt wird. Dabei werden als Vergleichspreise die Emissionspreise ähnlicher Unternehmen herangezogen, die bei deren Börsengang erzielt wurden. Der Unternehmenswert des Bewertungsobjekts wird anschließend unter Anwendung der Multiplikator-Basisformel bestimmt. (vgl. Hölscher/Helms 2018, S. 236 f.)
Beispiel: Ein Start-up im Softwarebereich plant seinen Börsengang. Zur Wertermittlung nutzt man den IPO-Ansatz und betrachtet vergleichbare Unternehmen, die kürzlich an die Börse gegangen sind. Ein ähnliches Softwareunternehmen erzielte bei seinem Börsengang einen Emissionspreis von 20 € pro Aktie bei 5 Mio. ausgegebenen Aktien, was einem Unternehmenswert von 100 Mio. € entspricht. Die geplante Start-up-Emission umfasst 4 Mio. Aktien, sodass sich der Unternehmenswert des Start-ups anhand des Vergleichs auf 80 Mio. € ableiten lässt (4 Mio. × 20 €).
Hölscher, R.; Helms, N. (2018): Investition und Finanzierung. 2. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg




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