Informationsökonomische Ansatz der Unternehmensführung
- Andreas Armster

- vor 2 Tagen
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Der informationsökonomische Ansatz der Unternehmensführung untersucht, wie Unternehmen und andere Institutionen entstehen und wie wirtschaftliche Transaktionen sinnvoll organisiert werden können. Im Mittelpunkt stehen dabei unvollkommene Informationen sowie Koordinationskosten und Informationskosten. Anders als die Neoklassik geht der Ansatz davon aus, dass wirtschaftliche Akteure nicht jederzeit über alle notwendigen Informationen verfügen und deshalb nicht immer vollkommen rational handeln können. Daher muss im Einzelfall entschieden werden, ob eine Transaktion über den Markt oder innerhalb eines Unternehmens günstiger und sinnvoller organisiert werden kann. (vgl. Macharzina/Wolf 2023, S. 66 f.)
Beispiel: Ein Unternehmen, das eine bestimmte Dienstleistung benötigt, etwa die Entwicklung einer neuen Software. Es könnte dafür einen externen Anbieter beauftragen oder eine eigene Abteilung dafür aufbauen. Bei einem externen Anbieter entstehen beispielsweise Kosten für die Suche nach einem geeigneten Unternehmen, den Vergleich von Angeboten, Vertragsverhandlungen und die Kontrolle der Leistung. Gleichzeitig kann es schwierig sein, das notwendige Wissen und die Qualität des Anbieters vollständig einzuschätzen. Sind diese Informationskosten und Koordinationskosten besonders hoch, kann es für das Unternehmen sinnvoller sein, die Softwareentwicklung innerhalb des eigenen Unternehmens durchzuführen. Der informationsökonomische Ansatz erklärt damit, warum wirtschaftliche Aktivitäten nicht immer über den freien Markt abgewickelt werden, sondern teilweise innerhalb von Unternehmen stattfinden.
Macharzina, K.; Wolf, J. (2023): Unternehmensführung. Das internationale Managementwissen Konzepte – Methoden – Praxis. 12. Auflage. Wiesbaden: Springer Fachmedien



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