Informationsvorsprung
Informationsvorsprung bezeichnet die Situation, in der ein Agent über bessere Kenntnisse oder Einsichten bezüglich Aufgaben, Fähigkeiten oder Absichten verfügt als der Prinzipal. Dieser Vorsprung kann es dem Agenten ermöglichen, opportunistisches Verhalten zu zeigen, wenn Interessen von Agent und Prinzipal auseinandergehen. (vgl. Bea/Göbel 2019, S. 150)
Beispiel: Ein Finanzberater weiß genauer als sein Kunde, welche Risiken mit bestimmten Anlagen verbunden sind und wie viel Aufwand nötig ist, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Der Kunde vertraut auf die Empfehlungen, kann die Qualität der Beratung aber nicht selbst überprüfen. Dadurch könnte der Berater seinen Informationsvorsprung nutzen, zum Beispiel indem er Produkte empfiehlt, die eher seinen eigenen Interessen als denen des Kunden dienen.
Bea, F. X.; Göbel, E. (2019): Organisation. Theorie und Gestaltung. 5. Auflage. München: UVK Verlag




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