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Industriekontenrahmen

Der Industriekontenrahmen ist ein standardisierter Kontenrahmen, der nach dem Zweikreissystem aufgebaut ist. Dabei werden Finanzbuchhaltung (Kontenklassen 0–8) und Kostenrechnung (Kontenklasse 9) getrennt und unabhängig voneinander geführt, sodass beide Bereiche separat ausgewertet und abgeschlossen werden können. (vgl. Schmidt 2022, S. 166 ff.)


Beispiel: Ein Unternehmen bucht den Einkauf von Material in der Finanzbuchhaltung (z. B. Klasse 6 „Aufwendungen“) als Aufwand. Gleichzeitig wird dieser Vorgang automatisch in die Kostenrechnung (Klasse 9) übertragen und dort als Kostenart „Materialkosten“ weiterverarbeitet, z. B. auf eine Kostenstelle verteilt. So laufen Finanzbuchhaltung und Kostenrechnung parallel, bleiben aber getrennte Rechnungskreise.


Schmidt, A. (2022): Kostenrechnung. Grundlagen der Vollkostenrechnung, Deckungsbeitragsrechnung und Plankostenrechnung sowie des Kostenmanagements. 9. Auflage. Stuttgart: Kohlhammer

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