Index-Futures
- Andreas Armster

- 24. Aug.
- 1 Min. Lesezeit
Index-Futures sind Terminkontrakte, bei denen auf Aktienindizes als Basiswerte spekuliert oder abgesichert wird. Dabei wird der zukünftige Preis der Indizes bereits beim Abschluss der Verträge festgelegt. Da ein Index nicht physisch geliefert werden kann, erfolgt die Abwicklung in der Praxis über Barausgleichszahlungen (Cash Settlement).
Index-Futures werden häufig genutzt, um größere Aktienportfolios abzusichern, da sie mit nur einer Transaktion einen ganzen Korb von Aktien „besichern“ können. Dabei ist zu beachten, dass die gewählten Indizes möglichst gut zur Zusammensetzung der eigenen Portfolios passen; eine perfekte Absicherung (Perfect-Hedge) ist in der Praxis selten, sodass oft ein Cross-Hedge durchgeführt wird. (vgl. Ernst/Häcker 2022, S. 71 ff.)
Beispiel: Ein Investor hält ein Aktienportfolio, das den DAX abbildet, möchte sich aber gegen Kursverluste absichern. Er verkauft DAX-Futures-Kontrakte im Wert seines Portfolios. Fällt der DAX-Kurs, verliert das Portfolio zwar an Wert, aber die Short-Position in den Futures gewinnt, sodass der Verlust teilweise ausgeglichen wird. Steigt der DAX, gewinnt das Portfolio, während die Futures-Position verliert. Auf diese Weise wird das Risiko von Kursschwankungen im Portfolio gemindert.
Ernst, D.; Häcker, J. (2022): Derivate: Optionen und Futures Schritt für Schritt. München: UVK Verlag


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