Hypothetisch-deduktive Methode
- Andreas Armster

- 23. Dez. 2025
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Die hypothetisch-deduktive Methode ist ein wissenschaftliches Verfahren, bei dem zunächst theoretische Hypothesen aufgestellt werden, aus denen deduktiv konkrete Vorhersagen abgeleitet werden. Diese Prognosen werden anschließend empirisch überprüft, um die Hypothese zu bestätigen oder zu widerlegen. Ziel ist es nicht, absolute Wahrheiten zu beweisen, sondern Theorien systematisch zu testen und weiterzuentwickeln. Die Methode kombiniert dabei Induktion (Ableitung von Hypothesen aus Beobachtungen) und Deduktion (Ableitung von Einzelprognosen aus der Hypothese). (vgl. Bea/Göbel 2019, S. 61 ff.)
Beispiel: Ein Forscher beobachtet, dass Unternehmen, die ihr Produktionsprogramm erweitern, häufig eine divisionale Struktur einführen. Daraus formuliert er die Hypothese „Structure follows strategy“ und leitet deduktiv ab, dass ein Unternehmen, das künftig diversifiziert, ebenfalls seine Struktur anpassen wird. Diese Prognose wird empirisch überprüft, um die Hypothese vorläufig zu bestätigen oder zu falsifizieren.
Bea, F. X.; Göbel, E. (2019): Organisation. Theorie und Gestaltung. 5. Auflage. München: UVK Verlag



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