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Hodrick-Prescott-Filter

Der Hodrick-Prescott-Filter (HP-Filter) ist ein statistisches Verfahren, das aus einer schwankenden Zeitreihe – wie etwa dem realen BIP – einen geglätteten Trend extrahiert. Ziel ist es, kurzfristige Schwankungen (z. B. Konjunkturzyklen) zu entfernen, um die langfristige Entwicklung besser sichtbar zu machen. Dabei wird ein Kompromiss zwischen Nähe zur tatsächlichen Entwicklung und Glattheit des Trends angestrebt. Ein zentraler Parameter ist der Glättungsfaktor λ, der bestimmt, wie stark geglättet wird. (vgl. Kulessa 2018, S. 132 f.)


Beispiel: Das reale BIP eines Landes schwankt in den Jahren 2020 bis 2024 stark. So liegt es 2020 bei 1000 Milliarden Euro, steigt 2021 auf 1020 Milliarden Euro, fällt 2022 wegen einer Krise auf 950 Milliarden Euro, steigt dann 2023 wieder auf 1030 Milliarden Euro und erreicht 2024 1070 Milliarden Euro. Mithilfe des Hodrick-Prescott-Filters wird aus diesen schwankenden Werten ein geglätteter Trend berechnet, der beispielsweise für 2020 bei 1000 Milliarden Euro beginnt, 2021 bei 1015 Milliarden Euro liegt, 2022 trotz des Rückgangs bei 1018 Milliarden Euro bleibt, 2023 auf 1030 Milliarden Euro steigt und 2024 bei 1050 Milliarden Euro endet. So zeigt der Filter, dass das langfristige Wachstum trotz kurzfristiger Schwankungen insgesamt stabil verläuft.


Kulessa, M. (2018): Makroökonomie im Gleichgewicht. Praxis und Theorie. Konstanz/München: UVK Verlagsgesellschaft

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