Hedge Accounting
Hedge Accounting bezeichnet die bilanzielle Abbildung eines Sicherungszusammenhangs zwischen einem Grundgeschäft und einem derivativen Finanzinstrument. Man unterscheidet insbesondere Fair Value Hedge, Cash Flow Hedge und Foreign Currency Hedge. Beim Fair Value Hedge werden Wertänderungen des Derivats und die auf das abgesicherte Risiko entfallenden Wertänderungen des Grundgeschäfts erfolgswirksam erfasst. Beim Cash Flow Hedge wird der effektive Teil der Wertänderung des Sicherungsinstruments zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital bzw. Other Comprehensive Income erfasst. Beim Foreign Currency Hedge werden Wechselkursrisiken aus Auslandsinvestitionen oder Fremdwährungspositionen abgesichert. Nicht ausgeglichene Wertänderungen (Hedge-Ineffizienzen) wirken sich erfolgswirksam aus. (vgl. Becker/Lutz/Back 2011, S. 104 f.)
Beispiel: Ein Unternehmen hat einen Kredit über 1.000.000 € mit variablem Zinssatz und möchte sich gegen steigende Zinsen absichern. Es schließt dafür einen Zinsswap ab. Steigt der Marktwert des Swaps um 30.000 € und gleicht dies die erwarteten höheren Zahlungsabflüsse aus dem Kredit aus, wird der effektive Teil beim Cash Flow Hedge zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Beträgt die Wertänderung des Swaps dagegen nur 25.000 €, während die gegenläufige Wertänderung des Grundgeschäfts 30.000 € beträgt, entsteht eine Hedge-Ineffizienz von 5.000 €, die erfolgswirksam erfasst wird.
Becker, W.; Lutz, S.; Back, C. (2011): Gabler Kompaktlexikon Modernes Rechnungswesen.
3. Auflage. Wiesbaden: Gabler




Kommentare