Gesprächsrollen
Die Unterrichtsmethode Gesprächsrollen ist eine Methode zur Vorbereitung auf ein kontroverses Gespräch, bei der Schülerinnen und Schüler unterschiedliche, vorgegebene Gesprächsrollen einnehmen und sich aus der jeweiligen Rolle heraus mit einem Thema und passenden Argumenten auseinandersetzen. Dadurch lernen sie, sich in andere Sichtweisen hineinzuversetzen und Argumente gezielt einzusetzen. (vgl. Thömmes 2026, S. 135)
Beispiel: Im Wirtschaftsunterricht wird die Frage „Soll ein Unternehmen seine Produktion ins Ausland verlagern?“ diskutiert. Die Schülerinnen und Schüler erhalten unterschiedliche Gesprächsrollen, zum Beispiel Unternehmer, Arbeitnehmer, Gewerkschaftsvertreter, Spezialist und Kritiker. In Kleingruppen bereiten sie die jeweiligen Rollen und passende Argumente vor. Anschließend findet unter Leitung einer Moderatorin bzw. eines Moderators die Gesprächsrunde statt, in der die Schülerinnen und Schüler ihre Position aus der jeweiligen Rolle vertreten. Abschließend reflektieren sie, wie sie sich in ihrer Rolle gefühlt haben und wie ihre Argumente den Gesprächsverlauf beeinflusst haben.
Thömmes, A. (2026): Die 200 besten Unterrichtsmethoden für die Sekundarstufe. Bewährte und neue Ideen für jede Gelegenheit. Mülheim an der Ruhr: Verlag an der Ruhr




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