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Genfer Schema

Das Genfer Schema ist ein analytisches Verfahren der Arbeitsbewertung, das die Anforderungen an eine Stelle in vier Hauptgruppen unterteilt: geistige Anforderungen, körperliche Anforderungen, Verantwortung und Arbeitsbedingungen. Diese werden weiter untergliedert und unterschiedlich gewichtet, meist in tariflichen Vereinbarungen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften. (vgl. Oechsler/Paul 2024, S. 428 f.)


Beispiel: Ein Maschinenbediener wird nach dem Genfer Schema bewertet, indem seine Tätigkeit hinsichtlich verschiedener Anforderungsarten eingeschätzt wird. Dazu zählen geistige Anforderungen, wie das Lesen technischer Zeichnungen, sowie körperliche Anforderungen, etwa das Heben schwerer Maschinenteile. Zudem wird die Verantwortung berücksichtigt, die der Bediener beispielsweise für den sicheren und störungsfreien Betrieb der Maschinen trägt. Schließlich fließen auch die Arbeitsbedingungen, wie Lärmbelastung oder Schichtarbeit, in die Bewertung ein. Auf Grundlage dieser Merkmale wird die Tätigkeit einer bestimmten Entgeltgruppe zugeordnet.


Oechsler, W. A.; Paul, C. (2024): Personal und Arbeit. Einführung in das Personalmanagement. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

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