Gemeinschaftskontenrahmen
- Andreas Armster

- 15. Apr.
- 1 Min. Lesezeit
Der Gemeinschaftskontenrahmen ist ein standardisiertes Ordnungssystem für Konten, das nach dem Ablauf der betrieblichen Leistungserstellung (Prozessgliederungsprinzip) aufgebaut ist. Er strukturiert die Kontenklassen (0–9) so, dass Finanzbuchhaltung und Kostenrechnung miteinander verbunden und in einem gemeinsamen Rechnungssystem (Einkreissystem) dargestellt werden können. (vgl. Schmidt 2022, S. 165 f.)
Beispiel: Ein Unternehmen bucht den Materialverbrauch für die Produktion: Der Aufwand wird zunächst in der Kontenklasse 4 (Kostenarten) erfasst (z. B. „Materialkosten“). Anschließend wird dieser Betrag in die Kontenklasse 5 (Kostenstellen), etwa die Fertigungsabteilung, weitergeleitet und schließlich in der Kontenklasse 6 (Kostenträger) einem konkreten Produkt zugeordnet. So zeigt der Gemeinschaftskontenrahmen den gesamten Weg der Kosten vom Aufwand bis zum fertigen Produkt.
Schmidt, A. (2022): Kostenrechnung. Grundlagen der Vollkostenrechnung, Deckungsbeitragsrechnung und Plankostenrechnung sowie des Kostenmanagements. 9. Auflage. Stuttgart: Kohlhammer



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