Geheimmissionen
Geheimmissionen ist eine Unterrichtsmethode, bei der Schülerinnen und Schüler in Gruppen geheime, thematisch passende Aufträge erhalten und diese selbstständig bearbeiten. Die Aufträge können beispielsweise Rechercheaufgaben, Analyseaufgaben, Präsentationsaufgaben oder Gestaltungsaufgaben enthalten. Durch den Geheimniseffekt und Missionseffekt werden Inhalte handlungsorientiert erarbeitet, die Beobachtungsfähigkeit und Teamarbeit gefördert und die Motivation gesteigert. (vgl. Thömmes 2026, S. 170 f.)
Beispiel: Im Mathematikunterricht zum Thema „Geometrische Formen im Alltag“ erhält jede Gruppe eine geheime Missionskarte. Der Auftrag lautet beispielsweise: „Findet im Klassenraum verschiedene geometrische Formen, messt sie aus und untersucht, welche Funktion sie im Alltag haben.“ Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten ihre Mission möglichst unauffällig und sammeln die benötigten Informationen. Anschließend bereiten sie ihre Ergebnisse als geheimes Dossier oder kurze Präsentation auf. Die Gruppen präsentieren ihre Ergebnisse, während die anderen Schülerinnen und Schüler versuchen zu erraten, welche Mission die jeweilige Gruppe bearbeitet hat. Zum Abschluss wird gemeinsam besprochen, was die Schülerinnen und Schüler gelernt haben und wie der Geheimniseffekt ihre Motivation beeinflusst hat.
Thömmes, A. (2026): Die 200 besten Unterrichtsmethoden für die Sekundarstufe. Bewährte und neue Ideen für jede Gelegenheit. Mülheim an der Ruhr: Verlag an der Ruhr




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