Gary S. Becker
Gary S. Becker war ein US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler und Sozialwissenschaftler und Vertreter der Chicago-Schule. Bekannt wurde er vor allem für die Humankapitaltheorie. Sein besonderer Ansatz bestand darin, wirtschaftswissenschaftliche Methoden auch auf Bereiche anzuwenden, die traditionell nicht als wirtschaftliche Themen galten, z. B. Familie, Ehe, Kriminalität und Diskriminierung. Dabei ging er grundsätzlich von Menschen aus, die rational handeln und ihren Nutzen maximieren. (vgl. May/Wiepcke 2012, S. 76)
Beispiel: Becker erklärt Bildung als eine Investition in Humankapital. Eine Person investiert beispielsweise 3 Jahre und 10.000 € in eine Ausbildung oder ein Studium. Dadurch erhöht sie ihre Kenntnisse und Fähigkeiten und kann später beispielsweise ein höheres Einkommen erzielen. Die Ausbildung verursacht also zunächst Kosten, soll aber langfristig einen wirtschaftlichen Nutzen bringen.
May, H.; Wiepcke, C. (2012): Lexikon der ökonomischen Bildung. 8. Auflage. München: Oldenbourg Verlag




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