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Funktionenmethode

Die Funktionenmethode ist ein Verfahren der Zielkostenrechnung, bei dem die Zielkosten eines Produkts anhand der Bedeutung seiner Funktionen und des Beitrags der einzelnen Komponenten zu diesen Funktionen verteilt werden. Dabei werden zunächst die Funktionen aus Kundensicht gewichtet und anschließend die Komponenten entsprechend ihres Beitrags zur Funktionserfüllung bewertet, um daraus die Zielkosten je Komponente abzuleiten. (vgl. Schmidt 2022, S. 276 ff.)


Beispiel: Ein Unternehmen entwickelt einen Mixer mit Zielkosten von 100 €. Kunden bewerten die Funktion „Mixleistung“ mit 60 % und „Design“ mit 40 %. Die Entwickler schätzen, dass der Motor vor allem zur Mixleistung beiträgt und das Gehäuse stärker zum Design. Daraus ergibt sich eine Verteilung der Zielkosten: Der Motor erhält z. B. 60 € und das Gehäuse 40 €, da sie unterschiedlich stark zur Erfüllung der Kundenanforderungen beitragen.


Schmidt, A. (2022): Kostenrechnung. Grundlagen der Vollkostenrechnung, Deckungsbeitragsrechnung und Plankostenrechnung sowie des Kostenmanagements. 9. Auflage. Stuttgart: Kohlhammer

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