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Funktionale Werttheorie

5. Jan.
1 Min. Lesezeit

Die funktionale Werttheorie bestimmt den Unternehmenswert zielorientiert und zweckorientiert unter Berücksichtigung der Entscheidungssituation der bewertenden Partei. Der Wert ist dabei kein allgemeingültiger Wert, sondern das Ergebnis einer subjektiven Bewertung im Kontext des jeweiligen Bewertungszwecks. Wesentliche Funktionen sind die Entscheidungsfunktion (Bestimmung von Grenzwerten für Käufer oder Verkäufer), die Vermittlungsfunktion (Interessenausgleich zwischen Parteien) und die Argumentationsfunktion (Unterstützung der eigenen Verhandlungsposition). (vgl. Hölscher/Helms 2018, S. 188 ff.)


Beispiel: Ein Unternehmen wird zum Verkauf angeboten. Der Bewerter ermittelt für den Käufer einen Grenzwert von 5 Mio. €, da er nur so viel zahlen möchte, dass sich der Kauf im Vergleich zu Alternativen lohnt. Für den Verkäufer wird ein Grenzwert von 6 Mio. € bestimmt, um seine Mindestforderung abzudecken. Der Bewerter schlägt einen Arbitriumwert von 5,5 Mio. € vor, der als Vermittlung zwischen den Parteien akzeptabel ist. Gleichzeitig nutzt der Käufer diesen Wert als Argumentationsgrundlage in den Verhandlungen.


Hölscher, R.; Helms, N. (2018): Investition und Finanzierung. 2. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

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