Fristentransformation
Fristentransformation bedeutet, dass eine Bank langfristige Kredite vergibt, diese jedoch mit kurzfristigen Mitteln – etwa Kundeneinlagen – refinanziert. Die Bank wandelt also kurze Laufzeiten auf der Passivseite in lange Laufzeiten auf der Aktivseite um. Dadurch kann sie eine höhere Zinsmarge erzielen, trägt aber zugleich das Risiko, dass kurzfristige Mittel plötzlich abgezogen werden und eine Liquiditätslücke entsteht. (vgl. Botsis et al. 2015, S. 63 f.)
Beispiel: Eine Bank vergibt einen 30-jährigen Hypothekenkredit, finanziert diesen aber zu einem großen Teil über täglich fällige Kundeneinlagen. Werden nun viele Einleger kurzfristig ihr Geld abziehen, muss die Bank teure Ersatzfinanzierung beschaffen – oder gerät im Extremfall in Liquiditätsschwierigkeiten.
Botsis, D.; Hansknecht, S.; Hauke, C.; Janssen, N.; Kaiser, B.; Rock, T. (2015): Kennzahlen und Kennzahlensysteme für Banken. Wiesbaden: Springer Gabler




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