Friedrich List
Friedrich List (1789–1846) war ein deutscher Nationalökonom, der sich für eine Zollunion in Deutschland, den Ausbau eines einheitlichen Eisenbahnnetzes und eine Schutzzollpolitik einsetzte. In seinem Hauptwerk Das nationale System der politischen Ökonomie (1841) begründete er Erziehungszölle, durch die weniger entwickelte Länder ihre Industrie zunächst vor ausländischer Konkurrenz schützen sollten. (vgl. May/Wiepcke 2012, S. 393 f.)
Beispiel: Ein wirtschaftlich weniger entwickeltes Land erhebt Zölle auf importierte Industrieprodukte, damit die heimischen Unternehmen vor ausländischer Konkurrenz geschützt werden. Dadurch sollen sie Zeit bekommen, eine eigene industrielle Entwicklung aufzubauen.
May, H.; Wiepcke, C. (2012): Lexikon der ökonomischen Bildung. 8. Auflage. München: Oldenbourg Verlag




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