Fingerzeig
Der Fingerzeig ist eine nonverbale Unterrichtsmethode zur frühzeitigen und möglichst unauffälligen Behebung von Unterrichtsstörungen. Dabei werden gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern bestimmte Handzeichen oder Fingerzeichen vereinbart, die unterschiedliche Bedeutungen haben. Die Lehrkraft kann dadurch auf störendes Verhalten aufmerksam machen, ohne den Unterricht durch eine verbale Ermahnung zu unterbrechen. Die Signale werden dabei schrittweise eingesetzt und sollen den Schülerinnen und Schülern helfen, ihr Verhalten selbstständig zu korrigieren. (vgl. Thömmes 2026, S. 201)
Beispiel: Im Unterricht vereinbart die Lehrkraft mit der Klasse drei Fingerzeichen: Ein erhobener Zeigefinger bedeutet „Konzentriere dich wieder auf den Unterricht“, zwei erhobene Finger stehen für „Das ist deine letzte Ermahnung“ und drei Finger bedeuten, dass die betreffende Person für fünf Minuten ruhig vor die Klassentür geht. Während einer Arbeitsphase beginnt ein Schüler, sich mit seinem Sitznachbarn zu unterhalten. Die Lehrkraft schaut ihn an und zeigt unauffällig einen Finger. Der Schüler erkennt das vereinbarte Signal, beendet das Gespräch und wendet sich wieder seiner Aufgabe zu. Der Unterricht kann dabei ohne Unterbrechung fortgesetzt werden.
Thömmes, A. (2026): Die 200 besten Unterrichtsmethoden für die Sekundarstufe. Bewährte und neue Ideen für jede Gelegenheit. Mülheim an der Ruhr: Verlag an der Ruhr




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