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Finanzkraft

Die Finanzkraft eines Unternehmens gibt an, in welchem Umfang es seine Investitionen aus eigener Kraft, also aus dem selbst erwirtschafteten Cashflow, finanzieren kann. Sie wird berechnet, indem der Cashflow ins Verhältnis zu den Umsatzerlösen gesetzt wird und kann alternativ als Produkt aus Investitionsrate und Innenfinanzierungsgrad dargestellt werden: Finanzkraft = Investitionsrate × Innenfinanzierungsgrad. Die Kennzahl zeigt damit die Fähigkeit eines Unternehmens, seine Investitionen unabhängig von externer Finanzierung zu decken. (vgl. Hölscher/Helms 2018, S. 483 ff.)


Beispiel: Ein Unternehmen erwirtschaftet im Geschäftsjahr einen Cashflow von 200.000 € und erzielt Umsatzerlöse von 1.000.000 €. Gleichzeitig investiert es 150.000 € in Anlagevermögen. Die Investitionsrate beträgt damit 150.000 € ÷ 1.000.000 € = 15 %, der Innenfinanzierungsgrad 200.000 € ÷ 150.000 € = 1,33. Die Finanzkraft des Unternehmens ergibt sich als Produkt aus beiden Kennzahlen, also 15 % × 1,33 ≈ 20 %. Das bedeutet, dass das Unternehmen in der Lage ist, seine Investitionen zu 20 % aus dem selbst erwirtschafteten Cashflow zu finanzieren, während der Rest gegebenenfalls externe Mittel erfordert.


Hölscher, R.; Helms, N. (2018): Investition und Finanzierung. 2. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

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