Finanzierungsneutralität
- Andreas Armster

- vor 1 Tag
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Finanzierungsneutralität bedeutet, dass die Besteuerung die Wahl der Finanzierungsform eines Unternehmens nicht beeinflusst. Gewinneinbehaltung, Eigenkapitalfinanzierung und Fremdfinanzierung sollen steuerlich gleich behandelt werden, sodass Investitionsentscheidungen nicht aus steuerlichen Gründen, sondern nach wirtschaftlichen Kriterien getroffen werden. (vgl. Nowotny/Zagler 2022, S. 300)
Beispiel: Ein Unternehmen möchte eine Maschine kaufen und kann sie entweder mit Eigenkapital oder mit einem Bankkredit finanzieren. Wären Zinsen steuerlich absetzbar, Gewinne aber voll steuerpflichtig, wäre der Kredit steuerlich günstiger. Finanzierungsneutralität läge nur dann vor, wenn beide Finanzierungsarten steuerlich gleich behandelt würden, sodass die Entscheidung nicht aus Steuervorteilen, sondern aus wirtschaftlichen Gründen erfolgt.
Nowotny, E.; Zagler, M. (2022): Der öffentliche Sektor. Einführung in die Finanzwissenschaft. 6. Auflage. Wiesbaden: Springer Fachmedien



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