Financial Instruments
Financial Instruments sind nach IAS 39 Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit führen. Dazu gehören beispielsweise Forderungen, Schuldverschreibungen, Aktien und derivative Finanzinstrumente. Sie werden zunächst bei Vertragsabschluss angesetzt und grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Je nach Art des Finanzinstruments erfolgt die Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert oder zu fortgeführten Anschaffungskosten. Nach HGB gelten grundsätzlich die allgemeinen GoB, insbesondere das Anschaffungskosten- und Niederstwertprinzip. (vgl. Becker/Lutz/Back 2011, S. 80)
Beispiel: Ein Unternehmen kauft eine Schuldverschreibung für 100.000 €. Bei einer späteren Bewertung beträgt ihr beizulegender Zeitwert 105.000 €. Handelt es sich um ein entsprechend zum Fair Value zu bewertendes Finanzinstrument, wird es mit 105.000 € bilanziert. Ein nicht zu Handelszwecken gehaltenes Darlehen kann dagegen zu seinen fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt werden.
Becker, W.; Lutz, S.; Back, C. (2011): Gabler Kompaktlexikon Modernes Rechnungswesen.
3. Auflage. Wiesbaden: Gabler




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