Financial Futures
Financial Futures sind standardisierte, börsengehandelte Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, einen Finanzbasiswert (z. B. Aktien, Anleihen, Währungen oder Indizes) zu einem festgelegten Preis zu einem bestimmten zukünftigen Termin zu kaufen oder zu verkaufen. Im Gegensatz zu Optionen besteht bei Futures für beide Parteien eine Pflicht zur Erfüllung. Gewinne und Verluste ergeben sich aus der Differenz zwischen dem vereinbarten Preis und dem aktuellen Marktpreis des Basiswerts. Die Abwicklung erfolgt über eine Clearing-Stelle, die das Erfüllungsrisiko übernimmt und tägliche Gewinn- und Verlustabrechnungen (Margining) sicherstellt. (vgl. Hölscher/Helms 2018, S. 410 ff.)
Beispiel: Ein Investor kauft einen DAX-Future mit einem Basispreis von 15.000 Punkten für Lieferung in drei Monaten. Zum Zeitpunkt des Kaufs beträgt der DAX ebenfalls 15.000 Punkte. Steigt der Index bis zum Fälligkeitstag auf 15.500 Punkte, erzielt der Käufer einen Gewinn von 500 Punkten, da er den Index zum niedrigeren vereinbarten Preis von 15.000 Punkten „kauft“. Sinkt der Index hingegen auf 14.500 Punkte, erleidet er einen Verlust von 500 Punkten. Durch das tägliche Margining über die Clearing-Stelle werden Gewinne und Verluste bereits während der Laufzeit täglich ausgeglichen, wodurch das Risiko eines Zahlungsausfalls reduziert wird.
Hölscher, R.; Helms, N. (2018): Investition und Finanzierung. 2. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg




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