Experimentelle Ökonomie
Experimentelle Ökonomie ist eine Lehrmethode, mit der abstrakte und theoretische volkswirtschaftliche Inhalte durch praktisches und aktives Lernen vermittelt werden. Die Lernenden übernehmen beispielsweise die Rollen von Anbietern und Nachfragern und erleben wirtschaftliche Zusammenhänge selbst. Dadurch sollen sie ein besseres Verständnis für volkswirtschaftliche Zusammenhänge entwickeln und „träges Wissen“ vermeiden. (vgl. May/Wiepcke 2012, S. 229 f.)
Beispiel: In einem Unterrichtsexperiment werden die Schüler in Käufer und Verkäufer aufgeteilt. Die Verkäufer bieten ein fiktives Produkt an, während die Käufer versuchen, dieses zu erwerben. Beide Seiten handeln Preise aus. Nach mehreren Runden erkennen die Schüler, dass sich durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage ein bestimmter Gleichgewichtspreis herausbilden kann. Dadurch erleben sie die Funktionsweise des Marktes selbst, anstatt sie nur theoretisch zu lernen.
May, H.; Wiepcke, C. (2012): Lexikon der ökonomischen Bildung. 8. Auflage. München: Oldenbourg Verlag




Kommentare