Existence-Relatedness-Growth-Theorie
- Andreas Armster

- 23. Juli 2025
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Die Existence-Relatedness-Growth-Theorie (ERG-Theorie) von Alderfer unterscheidet drei zentrale Bedürfniskategorien: Existenz (Existence), soziale Beziehungen (Relatedness) und persönliches Wachstum (Growth). Sie besagt, dass Menschen gleichzeitig mehrere Bedürfnisse verfolgen können und bei Frustration in höheren Bedürfnissen auf niedrigere Stufen zurückfallen können (Frustrations-Regression). Die Theorie erklärt sowohl Motivation als auch Demotivation dynamisch. (vgl. Oechsler/Paul 2024, S. 398 f.)
Beispiel: Eine Mitarbeiterin hat ein sicheres Einkommen und gute Arbeitsbedingungen (Existenz). Sie strebt nun nach einem guten Verhältnis zu Kollegen und Anerkennung im Team (Relatedness). Wenn diese sozialen Bedürfnisse nicht erfüllt werden, zieht sie sich zurück und konzentriert sich wieder stärker auf finanzielle Sicherheit oder materielle Vorteile (Regression auf Existence). Wenn sie hingegen Anerkennung erfährt, möchte sie sich weiterentwickeln, z. B. durch Fortbildungen oder neue Aufgaben (Growth).
Oechsler, W. A.; Paul, C. (2024): Personal und Arbeit. Einführung in das Personalmanagement. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg



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