Europäische Währungssystem
Das Europäische Währungssystem (EWS) wurde 1979 eingeführt und sollte eine gemeinsame europäische Währungspolitik fördern. Ziel war es, die Wechselkurse zwischen den europäischen Währungen zu stabilisieren, damit der Handel mit Waren und Dienstleistungen sowie der Kapitalverkehr zwischen den Mitgliedsländern erleichtert und vor starken Wechselkursrisiken geschützt werden. Im Mittelpunkt stand die Europäische Währungseinheit (ECU), die unter anderem als Bezugsgröße für Wechselkurse diente. Das EWS wurde am 1. Januar 1999 durch die Europäische Wirtschaftsunion und Währungsunion mit dem Euro abgelöst. (vgl. May/Wiepcke 2012, S. 225)
Beispiel: Angenommen, der Wechselkurs zwischen der deutschen D-Mark und dem französischen Franc schwankt stark. Das könnte Unternehmen verunsichern, weil Waren aus Frankreich plötzlich deutlich teurer oder günstiger werden. Im EWS wurden deshalb Leitkurse und Wechselkursbandbreiten festgelegt. Die Zentralbanken konnten bei starken Abweichungen eingreifen und ihre Währungen kaufen oder verkaufen, um den Wechselkurs wieder zu stabilisieren.
May, H.; Wiepcke, C. (2012): Lexikon der ökonomischen Bildung. 8. Auflage. München: Oldenbourg Verlag




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