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Eugen von Böhm-Bawerk

21. Aug.
1 Min. Lesezeit

Eugen von Böhm-Bawerk (1851–1914) war ein bedeutender Vertreter der Österreichischen Schule der Nationalökonomie. Besonders bekannt ist seine Zinstheorie, in der er den Faktor Zeit einbezog: Gegenwärtige Güter werden höher bewertet als zukünftige Güter. Der Zins stellt für ihn einen Ausgleich für diesen Wertunterschied dar. (vgl. May/Wiepcke 2012, S. 156)


Beispiel: Ein Unternehmer hat heute 100.000 € zur Verfügung und investiert das Geld in eine Maschine, die erst in einigen Jahren zusätzliche Gewinne erwirtschaftet. Nach Böhm-Bawerk sind die 100.000 € heute wertvoller als der zukünftige Ertrag. Der Zins ist deshalb eine Art Ausgleich dafür, dass der Kapitalgeber auf die sofortige Verwendung seines Geldes verzichtet.


May, H.; Wiepcke, C. (2012): Lexikon der ökonomischen Bildung. 8. Auflage. München: Oldenbourg Verlag

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