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Ethik der Marktwirtschaft

19. Aug.
1 Min. Lesezeit

Die Ethik der Marktwirtschaft beschäftigt sich mit der Frage, wie Wettbewerb und moralisches Verhalten miteinander vereinbar sind. Wettbewerb fördert zwar Kreativität, Leistung und Wohlstand, kann aber dazu führen, dass Unternehmen aus moralischen Gründen entstehende Mehrkosten vermeiden müssen, weil sie sonst gegenüber Konkurrenten einen Wettbewerbsnachteil haben. Nach dem Ansatz von Adam Smith soll deshalb die Moral vor allem durch die Rahmenordnung der Marktwirtschaft, also durch Gesetze, Regeln und Wettbewerbsordnungen, sichergestellt werden. Diese Regeln sollen für alle Marktteilnehmer gleichermaßen gelten und dafür sorgen, dass eigeninteressiertes Handeln zu gesellschaftlich erwünschten Ergebnissen führt. (vgl. May/Wiepcke 2012, S. 216 ff.)


Beispiel: Ein Unternehmen möchte seine Produktion umweltfreundlicher gestalten, wodurch seine Kosten steigen. Wenn nur dieses Unternehmen höhere Umweltstandards einhält, könnte es dadurch einen Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen Unternehmen bekommen. Deshalb sollte der Staat beispielsweise einheitliche Umweltvorschriften für alle Unternehmen festlegen. Dann müssen alle Wettbewerber dieselben Regeln einhalten, und umweltfreundliches Verhalten kann nicht einfach durch niedrigere Kosten der Konkurrenz verdrängt werden.


May, H.; Wiepcke, C. (2012): Lexikon der ökonomischen Bildung. 8. Auflage. München: Oldenbourg Verlag

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