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Ertragswertkurs

Der Ertragswertkurs zeigt den „inneren Wert“ einer Aktie basierend auf der zukünftigen Ertragskraft des Unternehmens. Er berechnet sich aus dem kapitalisierten Reinertrag oder den erwarteten Dividenden im Verhältnis zum gezeichneten Kapital oder zur Anzahl der Aktien. (vgl. Hölscher/Helms 2018, S. 280 ff.)


Beispiel: Eine Aktiengesellschaft hat 50.000 ausgegebene Aktien mit einem Nennwert von je 10 Euro, also ein gezeichnetes Kapital von 500.000 Euro. Die AG schüttet jährlich eine Dividende von 60.000 Euro aus, und es wird von einem unendlichen Planungszeitraum sowie konstanten Dividenden ausgegangen. Bei einem Kalkulationszins von 8 Prozent ergibt sich ein Ertragswert der Gesellschaft von 750.000 Euro (60.000 € ÷ 0,08). Teilt man diesen Ertragswert durch die Anzahl der Aktien, beträgt der Ertragswertkurs 15 Euro pro Aktie. In Prozent ausgedrückt entspricht dies 150 % des Nennwerts. Damit zeigt der Ertragswertkurs, wie hoch der innere Wert einer Aktie aufgrund der erwarteten zukünftigen Erträge ist.


Hölscher, R.; Helms, N. (2018): Investition und Finanzierung. 2. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

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